Orthokin-Injektionen an der Wirbelsäule stellen eine gute Möglichkeit dar, auf Cortison oder Cortison-artige Präparate im Rahmen der Injektionstherapie oder Mikrotherapie an der Wirbelsäule zu verzichten.
Als körpereigener Antientzündungsstoff (Interleukin-1-Rezeptor-Antagonist) bietet Orthokin die Möglichkeit, Reizzustände ohne die für Cortison typischen Nebenwirkungen zu behandeln.
Sowohl bei Ischiasbeschwerde als auch bei Rückenschmerzen, die auf eine Bandscheibenproblematik, eine Enge des Rückenmarkkanals oder einen Verschleiß der kleinen Wirbelgelenke (Facettengelenke) zurückzuführen sind, stehen Entzündungszustände ursächlich im Vordergrund der Beschwerden.


Als Folge eines mechanischen Reizes kommt es durch Druck auf den Nerv oder aber auch schon bei einer Berührung des Nervs zu einer lokalen Ausschüttung von Zytokinen. Diese sind Botenstoffe und fördern die Entstehung und die Unterhaltung von Entzündungen. Die entzündeten Nervenstrukturen bilden dann verstärkt den Botenstoff Interleukin-1, der eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Schmerzen und Nervenschädigungen spielt.
Daher eignet sich der natürliche Gegenspieler von Interleukin-1, der Interleukin-1-Rezeptorantagonist (IL-1Ra) sehr gut zur direkten Behandlung solcher, durch Entzündungen und Reizzuständen hervorgerufenen Rücken- und Ischiasbeschwerden. Das im Blut des Patienten vorhandene IL-1Ra wird nach einer Blutabnahme stark vermehrt und von den Zellbestandteilen des Blutes getrennt. So wird aus dem Blut des Patienten ein individuelles Präparat zur Behandlung der Schmerzen hergestellt. Der Rezeptorantagonist lässt das Interleukin-1 nicht mehr an seine Rezeptoren, so dass die Entzündung nicht mehr weiter unterhalten wird:

Die Entzündung der Nerven wird gestoppt. Die Schmerzen lassen nach, die verkrampfte Muskulatur entspannt sich und die Beweglichkeit verbessert sich wieder.
Dabei werden die entsprechenden Injektionen möglichst nah an den Ort der Entzündung gesetzt. Hier kommen je nach Lokakisation des Reizzustandes Injektionen in den Wirbelkanal, an die Nervenwurzel oder in oder um die kleinen Wirbelgelenke in Frage. Daher ist vor einer solchen Therapie immer eine exakte Diagnosestellung von Bedeutung.
Wichtig ist hier besonders aber auch die weitere Behandlung. Denn die Therapie ist nicht mit der Beseitigung von Entzündung und Schmerz beendet. Vielmehr beginnt jetzt erst der eigentlich wichtigste Teil der Therapie mit Physiotherapie, also Krankengymnastik bzw. manueller Therapie zur Wiederherstellung der Beweglichkeit im betroffenen Segment.
Ist die Beweglichkeit möglichst gut wieder hergestellt, sollte eine gute Muskelkräftigung erfolgen, um sich hier "sein eigenes muskuläres Korsett zu bauen", damit erneute Entzündungen möglichst selten und wenn zumindest möglichst gering ausgeprägt wieder auftreten.
Eine gute Möglichkeit zur Muskelkräftigung der Rumpfmuskulatur finden Sie bei Novotergum, einer Therapieeinrichtung unter Leitung von Physiotherapeuten:
Zur Internetseite von 